Vegetarismus- ein Thema mit verschiedenen Seiten!
Vegetarisch und vegan, ein neuer Lifestyle?

Die Vorstellung, nur ein ordentliches Stück Fleisch auf dem Teller garantieren Genuss und Wohlbefinden, ist längst als Auslaufmodell enttarnt. Zu viele Nachteile sind bei reichlichen Fleischgenuss vorhanden. Und immer wiederkehrende Fleischskandale vertreiben Sorglosigkeit und Appetit. Mehr und mehr Menschen wenden sich heute aus ethischen und gesundheitlichen Motiven, vegetarischen oder sogar veganen Lebensformen zu.

Diverse Zahlen in Deutschland: (Stand 2018, mit steigender Tendenz)

Es gibt es ca. 8 Millionen Vegetarier, 1,3 Millionen Veganer und ca. die Hälfte sind sog. „Flexitarier“,  also Menschen, welche weniger Fleisch essen.

Fleischverbrauch pro Kopf und Jahr: 60kg, das sind 165g pro Tag. 

Doch wie genau sehen sie aus, die verschiedenen Arten des Vegetarismus?

„Pudding-Vegetarier“ verzichtet nur auf Fleisch, ernährt sich aber sonst nicht gesundheitsbewusst.

Nicht empfehlenswert!

„Ovo-Lakto-Vegetarier“ verzehrt kein Fleisch von getöteten Tieren. Milch, Milchprodukte und Eier sind erlaubt: 

Bei guter Lebensmittelwahl sind keine Mängel zu befürchten! 

„Veganer“ verspeist nur Pflanzliches, Getreide, Nüsse, Salate, Gemüse und Früchte. verwendet nichts vom Tier, auch keinen Honig, dazu kommt ihm auch kein Leder an den Körper. Viele junge Menschen steigen immer mehr auf diese Ernährungsform um, was ich persönlich sehr begrüße. Allerdings sind nicht alle Produkte welche vegan angeboten werden, auch gesundheitlich wertvoll, dies sollte bedacht werden. 

Nur gut informiert und mit bewusster Lebensmittelauswahl, empfehlenswert! 

Berühmte Zeitgenossen waren Vegetarier:
"Nun kann ich euch in Frieden anschauen; ich esse euch nicht mehr"
sagte der Schriftsteller Franz Kafka beim Betrachten von Fischen, nachdem er fleischliche Genüsse aus seinem Leben verbannt hatte.
"Mit allen Kreaturen bin ich in schönster Seelenharmonie. Wir sind verwandt, ich fühle es innig."
dichtete Wilhelm Busch, ebenfalls Vegetarier, in sein Tagebuch hinein.
Doch zu jeder Seite existiert eine Rückseite.

Afrikas Beduinenstämme töten und verzehren ihre Haustiere mit Hochgenuß und diese Rituale sind ihnen so heilig wie der Himmel über der Wüste.

Auch nordamerikanische Indianer, bekanntlich die Hüter der Erde und der Weisheit, fühlten sich beim Schlemmen von Büffelfleisch nicht nur wohl, sondern auch den Göttern sehr nah.

Doch welch ein Unterschied zum heutigen Umgang mit Tieren!

Für einen Indianer war ein erlegtes Wild eine Gabe, ein Bruder dem er dankte und den er um Vergebung bat vor dem Verzehr.

Im Zeitalter der Massentierhaltung und der industriell manipulierten Fleischberge steigt die Zahl der Verweigerer stetig. Immer mehr Menschen wollen das Tierleid nicht mehr akzeptieren und wenden sich sogar der Veganer Bewegung zu. Aber dennoch weckt Grünzeug und Körner auf dem Teller bei vielen Menschen noch immer mehr Frust als Lust. Dabei liefert eine gemüsereiche Mahlzeit nicht nur die optimale Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Ballaststoffen, Farb-, und Duftstoffen ect., wenn sie phantasievoll zusammengestellt wird, kann dies durchaus neue Horizonte öffnen.

Wenn dann noch naturbelassene Vollwertprodukte in den Kochtopf wandern, steht dem kulinarischen Glück für Körper und Seele nichts mehr im Wege. 

Man muss kein Vegetarier oder Veganer werden, aber ein massvoller und verantwortungsvoller Fleischkonsum mit Fleisch aus artgerechter, ökologischer Tierhaltung, nützt Umwelt, Mensch und Tier.

Es gilt wirklich hinzuschauen und diese unsägliche, tierquälerische Massentierhaltung nicht länger zu unterstützen.

Es geht mir nicht um den moralischen Zeigefinger, sondern um Information, nur mit ausreichenden Wissen, gepaart mit Gefühl, kann man sich überhaupt erst in die richtige Richtung entscheiden.

Leben entsteht durch Leben

und nur vollwertige Produkte die biologisch erzeugt werden, verdienen es, „Lebensmittel“ genannt zu werden.

Doch das fehlende Fleisch will durch Ideenreichtum ersetzt werden und so ist diese Art zu kochen eine Herausforderung, die sich aber lohnt.

Gutes Essen steigert das Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und die Lebensfreude, und sie lässt Raum für die wichtigste aller Gourmet-Tugenden:

Kochen mit Liebe